Anthropotoi (2021)

Das Auge tastet sich entlang
dem Menschenland

Der Menschenhand Stimme
sich plastisch vereint
mit ländlicher Idylle
entsteint

quer
von der Meer- zur Landzunge geschwommen
ans Ufer gekommen
vom einen oder anderen
niemand fragt nach
entstiegen dem grossen Ozean
über den Ponte Pene geschwankt
in der Bauchebene geweilt
Monument des Nabels bestaunt
Nabel der Welt
Mitte der Erde
das Rumoren der Tiefe gehört
die Spitzberge erklommen
noch immer benommen

Rast in der Achselhöhle
geschützt vor Attraktion
schweissgeduscht weiter

quer
Feld – eine Bildung von Orientierungssinn
weiter
Richtung Zurecht-Rücken
Gratwanderung
über behaarten Kamm
grad wars noch warm
hinab
durch den Tunnel des gebogenen Rückgrats

Aufatmen in der Po-Ebene
So weit das Auge reicht
weisse Fläche
von der Mutter gemalt ein
brauner Fleck auf dem Speck
Klippensprung
Atem
Rippenschwung
Atem
Rippenschwumm
item

zurück zuhause
im grossen Meer

– Work in progress

Diese Arbeit soll den menschlichen Körper als begehbare Landschaft wahrnehm- und erkundbar machen.
Der Titel setzt sich zusammen aus:
Anthropos griech. für „Mensch“
Topos (Mehrzahl „topoi“) griech. für „Ort, Platz, Stelle, Thema“

Erkundungen in Objektform (2019 / 2020)

Materialien des fotografierten Objekts
Kartongewebe und andere Verpackungs- bzw. Abfallmaterialien, Faden, selbstgeschöpftes Papier, Spachtelmasse, bemalt mit Acryl

Grösse des Objekts
ca. 60x40cm